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Werbung auf Arcor Homepage entfernen

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Plista Werbescript

Auf dieser Seite habe ich einige Ansätze dargestellt, um die kreative und technisch ausgereifte Werbung auf den Arcor-Homepages auszublenden bzw. diese zu unterdrücken.


Einleitung

Vor Jahren habe ich mir bei Arcor eine sogenannte "Private Homepage" angemeldet. Das kostenlose Angebot beinhaltete ein Verzeichnis mit dem gewählten Benutzernamen hinter der Subdomain http://home.arcor.de/, mit 25, später 50MB Webspace und einem Freikontingent von 1GB Traffic. Ersteres fand ich recht üppig, Letzteres recht mager. Oft verwendete ich die Homepage als kostenloses Depot für eBay-Angebotsbilder. Wenn ich mit Hilfe des Spaßmarktplatzes Tausende Artikelaufrufe hatte, kam es oft vor Angebotsende zur überschreitung des Triffickontingentes und damit verbundener Sperrung der Homepage. Diese Sperrung wurde dann zu Beginn eines neuen Monats zurückgesetzt.

Aber nun zum eigentlichen Thema. Laut damaliger AGB war das Homepageangebot werbefrei. Mit der übernahme von Arcor durch Vodafone kam es zur unangekündigten Einblendung eines seitenbreiten Werbebanners mit Inhalten des Werbeunternehmens Plista. Die Werbung wird serverseitig, mittels eines zusammengeschusterten Java-Scripts, in die ursprüngliche HTML-Seite eingebettet.

Beim Seitenabruf vom Arcor-Server wird, durch den Provider selbst, in den Hypertext der abgerufenen Seite ein 52kB großes Script hinter den Body-Tag eingefügt: <script src="http://static.plista.com/home.arcor.de_v1.js"></script>.


Allerlei Probleme

Es treten folgende Probleme auf:

1. Problem
Die Werbung ist echt ätzend und zum Seitenthema in keinster Weise passend. Sie betreiben beispielsweise eine Seite mit tief keuschen Inhalten und das Werbebanner offeriert solche Angebote:

Klasse Werbebanner
Screenshot Werbebanner, Quelle: meine Homepage bei Arcor

Nachdem Sie sich ausgiebig über Fußball informiert haben, besuchen Sie einen geregelten Swingerclub, um im Anschluss eine unbefleckte Empfängnis zu erleiden und sich dann von einer überaus attraktiven jungen Dame ein iPad zum Megaschnäppchenpreis zu erwerben. Klasse Werbung!
Wobei die erotischen mit den missionarisch - katholischen Angeboten auch mal gleichzeitig angeboten werden. Frei nach dem Motto: Bei uns ist für jeden etwas dabei. Unklar ist mir auch, wer für den Inhalt der eingebetteten Werbung verantwortlich ist, und was mit den gesammelten Daten passiert.

2. Problem
Das eingefügte Script verursacht Fehler mit ggf. anderen vorhandenen Java-Scripten. Die Syntax des eingefügten Codes ist nicht valide und kann zu Fehlern führen.

3. Problem
Das eingefügte Script führt zu Fehlern auf Mobilgeräten (ich kann nur für Android sprechen). Die Seiten können nicht mehr angezeigt werden.

4. Problem
Das Script setzt eine ganze Batterie Cookies. Sie müssten dann ggf. darauf hinweisen.


Blockieren des Werbebanners oder man den Spaß wieder los wird.

Vermutlich dient das Werbebanner weniger der Finanzierung, sondern eher zum Vergraulen der (kostenlos) Kunden. Anfragen zur Werbung sollen nicht beantwortet werden. Selbst habe ich keine Anfrage zum Thema gestellt. Also muss man der Werbung technisch auf dem Pelz rücken.

Ich habe etwas experimentiert. Ansätze und Beispiele werden im Folgendem aufgelistet:


Ansatz 1 - Frameset, total altmodisch

Framing. Die eigentliche Seite wird in einem bildschirmfüllenden Frame angezeigt. Das Plista-Script wird nur in das Frameset (das ja unsichtbar ist) eingebettet und kommt nicht im Frameinhalt zur Anzeige. Die restlichen Seiten werden unverändert angezeigt.

Beispiel:

Der validierte Code dazu:


<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Frameset//EN" "http://www.w3.org/TR/html4/frameset.dtd">
<html>
<head>
<meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=iso-8859-1">
<title>Homepage ohne Werbebanner</title>
</head>
<frameset rows="*" style= "border:0px;"> <frame frameborder="0" src="testsite.html" name="MainFrame" scrolling="auto"> <noframes> <body> <p>Ihr Browser unterstützt garkeine Frames!</p> <p>Klicken sie <a href="testsite.html">hier um die Seite anzuzeigen</a></p>
</body> </noframes> </frameset> </html>

Da Frames absolut altmodisch sind, sollten Sie diese Variante nicht in Betracht ziehen. Ich bin nur darauf gekommen, da das Script in den vor sich vegetierenden Framseiten nicht angezeigt wird.


Auskommentierung des fremden Scripts.

Ansatz 2 - Auskommentierung des fremden Scripts. Ob dies bei allen Browsern und dauerhaft funktioniert, kann ich leider nicht sagen.

Beispiel:

Testseite mit Komentaren vor und nach dem Body-Tag.

Code:


<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN"
"http://www.w3.org/TR/html4/loose.dtd">
<html>
<head>
<meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=iso-8859-1">
<title>Test</title>
</head>
<!-- --><body><!-- -->
<p>Lorem ipsum dolor sit amet.</p>
</body>
</html>

Ich hatte die Kommentarzeile erst nur hinter den Body-Tag gesetzt. Allerdings ohne jede Wirkung. Es funktioniert nur wenn vor dem Body-Tag auch eine Kommentarzeile steht. Die Funktionsweise ist mir allerdings unklar. Diese Variante und andere wichtige Hinweise fand ich auf ARCOR Werbescript Info.


Unsichtbar mit CSS

Ansatz 3 - unsichtbar mit CSS. Das Script des Werbebanners verwendet zur Formatierung der Box über CSS die Klasse ".plistareset" und die ID "#homerecads_widget".
Siehe Quellcode:

Ausschnitt Code Banner
Ausschnitt des Script-Quelltextes

Diese kann man umformatieren und so die Anzeige unterdrücken. Das Script wird leider dennoch ausgeführt. Die oben beschriebenen Probleme mit Mobilgeräten bleiben weiterhin bestehen. Die eigenen geänderten Parameter müssen in der Wertigkeit vor denen des originalen Stylesheets gesetzt werden. Die Priorität muss höher liegen. Diese erreicht man durch Verwendung des Schlüsselwortes ! important. Damit werden die eigenen Style-Angaben in der Priorität vor die des Werbebanners befördert.

Um das Banner unsichtbar zum machen fällt mir das Attribut visibility, die Eigenschaft display und auch Höhe und Breite ein.

"Visibility" gibt an ob ein Element sichtbar oder unsichtbar ist. Wenn das Objekt unsichtbar ist , nimmt es aber trotzdem Platz ein. Der Wert "hidden" verbirgt das Element {visibility:hidden ! important;}.
Nach einfügen von:


<style type="text/css">
<!--
.plistareset { visibility:hidden ! important; }
#homerecads_widget { visibility:hidden ! important; }
-->
</style>

Testseite mit unsichtbarem Werbebanner.

...in den Head der Seite ist das Werbebanner nun unsichtbar.

Unsichtbares Werbebanner
Anstelle des Werbebanners erscheint nun eine leere Fläche.

Es belegt aber noch den vorgegebenen Platz. Deshalb habe ich die Breite und Höhe auf 0 Pixel festgelegt. Dies funktioniert mit "Width" und "Height".

"width" und "hight" geben Breite und Höhe an. Um etwas zu verbergen, bietet es sich an beide Werte auf 0 zu setzen {width:0px; height:0px;}


<style type="text/css">
<!--
.plistareset {
    visibility:hidden ! important;
    width:0px ! important;
    height:0px ! important;
}

#homerecads_widget {
	visibility:hidden ! important;
    width:0px ! important;
    height:0px ! important;
}
-->
</style>

Testseite mit unsichtbarem Werbebanner ohne Höhe und Breite.

Und es ist weg! Da aller guten Dinge 3 sein sollen, kommt nun noch "Display" ins Spiel.

"Display" gibt an, wie ein Element angezeigt werden soll. Für keine Anzeige bietet sich der Wert "none" an. Nichts wird von allen Browsern unterstützt.
In Kombination sieht das dann so aus: {display:none ! important;}


<style type="text/css">
<!--
.plistareset {
	visibility:hidden ! important;
	width:0px ! important;
	height:0px ! important;
	display:none ! important;
}

#homerecads_widget {
	visibility:hidden ! important;
	width:0px ! important;
	height:0px ! important;
	display:none ! important;
}
 -->
</style>

Testseite mit unsichtbarem Werbebanner ohne Höhe und Breite, ohne Anzeige.

Das Werbebanner ist nun extra unsichtbar. Nach dem Motto "dopplet hält besser" sollten mehrere Möglichkeiten z.B. der Ansatz 2 und 3 kombiniert werden. Noch besser ist natürlich ist das auslagern der Style-Anweisungen in ein externes Stylesheet und das CSS zu kürzen

Da der ID und der Klasse identische Eigenschaften zugewiesen wurden, können diese zusammengefasst werden.
Hier das Beispiel dazu:


.plistareset, #homerecads_widget {
	visibility:hidden ! important;
	width:0px ! important;
	height:0px ! important;
	display:none ! important;
}

Fazit: Das Ganze ist vielleicht etwas dilettantisch, funktioniert aber.
Das Verbergen von Inhalten vor dem Nutzer kann jedoch von Suchmaschinen übel genommen werden. Man sollte vielleicht doch über einen Umzug nachdenken.

Autor: , 08.12.2013
Letzte Änderung 08.02.2016.

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Antwort:  

Name: KPSchi Datum: 13.06.2015

Danke für die Information zum Thema "Entfernen der Werbung" bei Arcor.
Das war mir eine große Hilfe.

Antwort: Danke!

Name: Ferdinand Datum: 24.02.2015

Auf diesem Weg vielen Dank für den Tipp zu Werbebanner bei Arcor. Gruß aus Rheinhessen

Antwort:  

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